1. Vorsitzender
Werner Roth
Tel: 06331-227521

2. Vorsitzender
Sven Schunk
Tel: 0171-9046319

Kassenwart
Peter Dechantsreiter
Tel: 0176-82630319

Schriftführer
Steffen Decker
Tel: 06331-75729

Spielleiter Aktive
Holger Weinriefer
Tel: 0172-7714803

Spielleiter AH
Volker Seibert
Tel: 06331-44027

Jugendleiter
Jens Bellaire
Tel: 0170-5281954

Blocksberglerchen
Wolfgang Rau
Tel: 06331-94622


Vereins-Chronik (Auszüge)
gefasst von TuS/DJK Mitglied Peter Schiel

Recht bald nach der Gründung des Gesamtverbandes "Deutsche Jugendkraft" im Jahre 1920 entstand auch in Pirmasens eine Keimzelle sportbegeisterter Männer, die den Sport in katholischer Gemeinschaft betreiben wollten.
Ausgangspunkt der DJK-Bewegung war die Befürchtung gewesen, der Sport alleine könne zu einer Vergötzung der Menschen führen, wenn man ihm nicht ein Menschenbild gegenüberstelle, das den Mensch als Teil einer höheren, göttlich gefügten Ordnung begreift.

Im Jahre 1923 schritt man schliesslich in Pirmasens in der Pfarrei St. Pirmin zur Gründung des ersten Pirmasenser DJK-Vereins, dem 1928 in der Pfarrei St. Anton unter Leitung des damaligen Seelsorgers Pfarrer Schäffler ein weiterer DJK-Verein folgen sollte. Die Bevölkerungsstruktur unserer Heimatstadt, in welcher das katholische Element schon immer in der Minderheit war, führte hier schon bald zu einer ökumenischen Offenheit, wie sie in den Verbandssatzungen erst 1971 offiziell festgelegt wurde.

Die DJK-Bewegung erlebte, wie im gesamten Reich, so auch hier einen enormen Aufschwung, der aber ab dem Schicksalsjahr 1933 deutlich gebremst wurde und im Jahr 1935 mit der Beschlagnahme des Vermögens des DJK-Verbandes und aller seiner Vereine sowie seiner Zwangsauflösung ein Ende fand. So wurde eine hoffnungsvolle Aufbauarbeit zerstört, die den DJK-Verband bald zum drittstärksten Sportverband hinter DTB und DFB auf Reichsebene hatte werden lassen. Was nutzen den beiden Pirmasenser DJK-Vereinen ihre sportlichen Höhenflüge auf dem Gebiet des Fussballs und der Leichtathletik, ihre insgesamt 600 Mitglieder und ein wunderbares Sportgelände nebst enormen Sportgerätebestand? Die Aufbauarbeit von vielen Idealisten war von brutalen Ideologen rücksichtslos zerstört worden.

Nach Erlaubnis der Besatzungsmacht machten sich "alte" DJK-ler sofort wieder ans Werk und am 15. Januar 1953 gelang die Wiedergründung eines DJK-Vereins in Pirmasens. Vor allen anderen Namen ist hier der unvergessene Prälat Dekan Wilhelm Schäffler als Initiator zu nennen, dem als Seelsorger die beiden damaligen Kapläne Jakob Layes und Hubert Rinnert zur Seite standen.

Der Verein nahm bald wieder einen kräftigen Aufschwung, obwohl weder ein eigenes Sportheim noch eine Turnhalle oder ein Sportplatz vorhanden waren. Um so bewundernswerter sind die Erfolge, die sich bald bei Leichtathleten, Turnern und Tischtennisspielern einstellten.

Über Jahre hinaus hatte die DJK nur eine Fussballabteilung, die allerdings bis zum Jahr 1978 (!), aufgrund einer unverständlichen Entscheidung des SWFV, nicht unter dem Namen DJK starten durfte. Auf diese Art und Weise war unser Verein lange Zeit genötigt, unter den Namen "TuS Pirmasens" anzutreten.

Im Jahr 1958 gelang es der 1. Mannschaft unseres Vereins den Aufstieg in die B-Klasse zu erreichen. Sozusagen als Belohnung konnte im Jahr 1959 der eigene Sportplatz bezogen werden. Das Gelände hierzu wurde dem Verein durch eine großzügige Schenkung von Prälat Schäffler zur Verfügung gestellt. Die Fertigung des Fussballfeldes erfolgte mit grosszügiger Unterstützung der amerikanischen Armee. Nochmals ein Jahr später, 1960 also, konnte das Sportheim eröffnet werden, das eine großartige Gemeinschaftsleistung unserer Vereinsfamilie darstellte. Nach turbulenter Zeit hatte man eine bleibende Heimstatt gefunden. Vielleicht war dies etwas zu spät geschehen, denn es bestand nur noch eine Fussballabteilung. Dieser und vor allem deren Jugendabteilung wurde alle Kraft gewidmet, und der Verein wuchs langsam aber stetig an. Im Jahre 1971 schliesslich gelang die Gründung einer Gymnastikabteilung für Frauen und für Kinder.

Die Jahre des Neuaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg sind vor allem verbunden mit den Namen der Vorsitzenden Rudi Martz, Ludwig Dirie, Ludwig Raab, Kurt Hirschbiel, Peter Weber und Manfred Schmidt, die das Werk des Aufbaues zusammen mit vielen, die aus Platzgründen hier nicht genannt werden können, bewerkstelligten.

Das Jahr unseres 50-jährigen Jubiläums 1973 bildete einen wesentlichen Markstein in der Vereinsgeschichte. Nicht nur das Erreichen dieses "runden Geburtstages" konnte den Verein mit Stolz erfüllen, vielmehr stand das grosse Projekt eines praktisch neuen Sportplatzbaues an. Nach jahrelangen harten Verhandlungen war es gelungen, die notwendigen Zuschüsse und Genehmigungen zu bekommen. Jetzt konnte auf dem alten Gelände eine moderne Sportanlage entstehen, die bis zum Jahr 1976 fertiggestellt wurde. Möglich war dieses Projekt, dessen Grössenordnung nahe an die halbe Million DM heranreichte, trotz aller Zuschüsse nur, weil in den drei Jahren Bauzeit wieder einmal der echte DJK-Geist lebendig war. Über diesen Zeitraum hinweg war praktisch an jedem witterungsmässig möglichen Wochenende Arbeitsdienst angesetzt. In dieser Zeit haben Dutzende von Vereinsmitgliedern Unvorstellbares geleistet.

Als das Sportgelände sein neues Gesicht erhalten hatte, wurden Uberlegungen angestellt, eine Namensgebung durchzuführen. Was lag nun näher, als an den Mann zu denken, ohne dessen Grossherzigkeit die DJK-TuS Pirmasens heute nicht bestehen würde? Im Jahre 1978 - anlässlich der 25-jährigen Wiedergründung - wurde das neue Sportgelände auf den Namen PRÄLAT-SCHÄFFLER-SPORTSTÄTTE getauft und im Rahmen eines Festgottesdienstes von Dekan Jakob Layes, dem seinerzeitigen Kaplan von St. Anton, geweiht. Leider hat sich der Namen in der Öffentlichkeit nie richtig durchgesetzt. In Prälat Schäffler ehrt die DJK nämlich einen Mann, der nicht nur mit der Geschichte des Vereins aufs Engste verbunden ist, sondern auch zu den prägenden Persönlichkeiten der Stadt Pirmasens, vor allem ihrer Nachkriegsgeschichte, gehörte.

Unmittelbar nach den Feierlichkeiten der Namensgebung begannen die Neuplanung für einen Anbau an das Sportheim und eine Projektstudie für einen Hallenbau. Während letzteres aus finanziellen und auch Geländegründen noch zurückgestellt werden musste, kämpfte die Vorstandschaft wiederum einen zähen Kampf mit den Behörden um Finanzierung und Planung. Erst wenige Wochen vor dem 60-jährigen Jubiläum konnten die letzten Steine aus dem Weg geräumt werden und mit den Bauarbeiten begonnen werden. Wieder einmal fielen in der Vereinsgeschichte eine Jubiläumsfeierlichkeit und ein beginnendes Bauvorhaben zusammen!

Schliesslich galten die Bemühungen der letzten beiden Jahre dem Aufbau einer Tennisabteilung. Im Jahre 1982 konnte der erste und kurz darauf der zweite Tennisplatz (völlig in Eigenarbeit!) errichtet werden.


Der Verein DJK-TuS Pirmasens lebt aus der Kraft heraus, die er aus der Tradition des DJK-Verbandes und seiner eigenen Geschichte bezieht. Das Wissen um die Vergänglichkeit menschlicher Werke und kurzlebiger Erfolge lässt hemmungsloses Streben nach sportlicher Leistung nicht zu.

Die Jugendarbeit wird als Auftrag empfunden, der über das Sportliche hinausgeht. Vielmehr wird Jugendarbeit als Erziehungsauftrag verstanden.

Möge der Verein auf diesem Weg bleiben, dann muss ihm um die Zukunft nicht bange sein.

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